"Garten.Schau.Spiele.Stadt"
(Die ganze Stadt als Gartenschau)
Eigentümer:
Stadt Altenburg
Beginn:
noch nicht bekannt gegeben
Ende:
noch nicht bekannt gegeben
Kosten:
über 30 Millionen Euro
Status:
> in Planung
> aktiv
> pausiert
> abgeschlossen
> abgebrochen
Maßnahme:
> Neubau
> Abriss
> Sanierung
> Umbau
> Abriss und anschließender Neubau
* Altenburg wurde einst als "Gartenstadt" bezeichnet
* In über tausend Jahren Stadtgeschichte steht eine lange Gartengeschichte
* Konzeption der Laga zielt auf strukturelle Stärkung der Innenstadt als attraktives Reiseziel und als lebenswerter Wohnort
* überwiegender Teil der Maßnahmen die entlang der Blauen Flut realisiert werden, dienen der Beseitigung von städtebaulichen Missständen, nachhaltiger Aufwertung öffentlicher Freiräume oder Schutz, Pflege und Entwicklung wertvoller Natur-und Landschaftsräume* Die Landesgartenschau versteht sich als integrative Entwicklungskonzeption mit verschiedenen Schwerpunkten bzw. Ebenen
* Ziele der Landesgartenschau:
- Schaffung eines hochwertigen Wohnumfeldes und attraktiver Naherholungsflächen durch teilweise neue, vorallen aufzuwertenden vorhandenen Grünzonen
- denkmalgerechte Gestaltung von historisch, stadtstrukturellen und touristisch bedeutenden Parkanlagen
- Entwicklung des Bereichs zwischen Großer Teich und Stadtwald
- Erhöhung der Gestaltungs-und Auffenthaltsqualität von Strassen und Plätzen Schaffung attraktiver Wegeverbindungen
- Natur-und Hochwasserschutz
- Revitalisierung des Bachlaufs der Blauen Flut
- Beitrag zur Gewässersanierung
* Das Thema und die Bauprojekte werden von der Machbarkeitsstudie für die Bewerbung der Landesgartenschau 2028 übernommen
Motto: Garten.Schau.Spiele.Stadt
Leitthema: Die ganze Stadt als Gartenschau
Ausstellungszeitraum: vier bis fünfmonatige Dauer (Ende Mai - Anfang September)
Besuchererwartung: 350 000
Bisherige Thüringer Landesgartenschauen (mit Besucherzahlen / Durchführungszeitraum / Motto / Größe / Kosten)
1) 2000, Pößneck = 510 000 / 15.04.2000 - 08.10.2000 (177 Tage) / „…alte Mauern, neuer Charme“ (20ha) (10,2 Mio Euro)
2) 2004, Nordhausen = 401 666 / 24.04.2004 - 09.10.2004 (169 Tage) / „Die neue Mitte“ (13ha) (10,2 Mio Euro)
3) 2015, Schmalkalden = 306 000 / 25.04.2015 - 04.10.2015 (163 Tage) / „GartenZeitReise“ (13ha) (8,1 Mio Euro)
4) 2017, Apolda = 366 135 / 29.04.2017 - 24.09.2017 (149 Tage) / „Blütezeit Apolda“ (13,5ha) (7,9 Mio Euro)
5) 2026, Leinefelde-Worbis = Plan 350 000 / 23.04.2026 - 11.10.2026 (172 Tage) / „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft“ (15ha) (45 Mio Euro)
6) 2030, Pößneck, Neustadt (Orla), Triptis = "Zusammen.Wachsen"
Eintritt (Stand: 2021/2022):
Tageskarte: 15,00Euro
Tageskarte Kind (6-17): 5,00Euro
Tageskarte ermäßigt: 10,00Euro
Tageskarte Gruppe: 10,00Euro
Dauerkarte: 41,65Euro
Dauerkarte Kind (6-17): 17,85Euro
Dauerkarte ermäßigt: 35,70Euro
Der Auftrag für die Machbarkeitsstudie wurde an ein Landschaftsarchitekten aus Baden-Württemberg vergeben (64 500Euro)
"Dafür bekommt man die Expertise des Büros, das bereits mehrere Laga-Gutachen erstellt und bis zur Vergabe begleitet hat."
23.09.2021:
Stadtrat beschließt einstimmig die Bewerbung der Landesgartenschau 2028 in Altenburg
Kosten: 27 Millionen Euro
28.10.2021:
2. Bewerbungsstufe
Dem Ministerium wurden die Unterlagen für eine Machbarkeitsstudie / Kostenschätzung / Finanzierungsplan / Nachhaltigkeitsbetrachtung zugesandt
05.11.2021:
Sechs Bewerber haben ihr Unterlagen eingereicht:
1) Stadt Altenburg "Garten.Schau.Spiele.Stadt"
2) Arnstadt "Grün.Bach.Modern"
3) Bad Frankenhausen "Kreuzweg der Blumen"
4) Bad Salzungen und Bad Liebenstein "Quellen des Lebens"
5) Iniativkreis Interkommunale Langesgartenschau Orla-Region "Zusammen.Wachsen"
6) Zweckverband Allianz Thüringer Becken "Zusammen Wachsen"
29.03.2022:
Plan: Bewertungs-Kommission schaut sich die Bewerber vor Ort an (Termin Altenburg) (Verschoben wegen Krankheit)
26.04.2022:
Bewertungskommission schaut sich die Bewerber vor Ort an (Termin Altenburg)
Um sich vor Ort einen Eindruck von den jewiligen Konzepten zu machen
Zwei Stunden geht die 15 köpfige Jury die verschiedenen Stationen der geplanten Gartenschau ab und vergleichen die Bewerbungsunterlagen mit der "Wirklichkeit"
Ab nächster Woche finden dann zur Entscheidungsfindung die Kabinettssitzungen statt
11.07.2022:
Entscheidung wer die Landesgartenschau 2028 ausrichtet
Altenburg wird nur zweiter
Iniativkreis Interkommunale Langesgartenschau Orla-Region gewinnt
Bekanntgabe Altenburg richtet die 7. Thüringer Landesgartenschau 2030 aus
Das Land Thüringen war überzeugt von der Bewerbung (2028), dass es den Zuschlag für 2030 bekommt
Bei der Entscheidung wer die Landesgartenschau 2028 ausrichtet wurde Altenburg mit einen Punkt unterschied nur zweiter
Altenburg erhielt 87 Punkten und wurde nur zweiter
Iniativkreis Interkommunale Langesgartenschau Orla-Region mit dem Thema "Zusammen.Wachsen" gewinnt mit 88 Punken
Investitionen von über 30 Millionen Euro (Kosten: rund 8 Millionen Euro Eigenmittel)
02.04.2025:
Wettbewerb für Gestaltung der Kernzone
Auszug aus der Beschreibung:
"Die für den Wettbewerb der Landesgartenschau definierten Kernbereiche sowie die später dauerhaft angelegten Freiräume umfassen zwei Areale rund um den Kleinen und den Großen Teich.
Diese Bereiche bilden den südlichen Abschluss des Gesamtkonzepts der Landesgartenschau, welche sich von Nord nach Süd durch das Stadtgebiet erstrecken soll.
Das Konzept der Landesgartenschau zielt darauf ab, die Stadt Altenburg durch ein Netzwerk an Grünflächen ganzheitlich zu verbinden.
Das Ensemble rund um die beiden Teiche ist als Kulturdenkmal eingestuft und soll unter den Auflagen des Denkmalschutzes als neu gestaltete Parkanlage in die bestehenden Strukturen eingebunden werden.
Die Areale Großer Teich mit Promenade, Insel, Inselbrücke, Grünanlagen sowie Kleiner Teich mit Staumauer und Fischhälterei sind Teile der nachhaltigen gestalterischen und ökologische Aufwertung der Ufer-, Promenaden-und Parkbereiche.
Mit der Neugestaltung soll für die Landesgartenschau 2030 ein „robuster Rahmen" geschaffen werden, in den ein Ausstellungskonzept integriert werden soll.
Der Realisierungsbereich der Freianlagen erstreckt sich über etwa 11 Hektar, während der Ideenbereich eine Fläche von rund 0,4 Hektar umfasst.
Die Wasserflächen sind hierbei nicht berücksichtigt."
28 Architekten haben Interesse bekundet
Ende März 2025: 15 Landesarchitekturbüros gehen in den Wettbewerb
Laufzeit: bis 16.06.2025
Danach wertet eine Jury die Vorschläge aus
August 2025: Entscheidung
November 2025: Nach Verhandlungen mit Bestplatzierten, soll ein Auftrag vergeben werden
2026: Start der Planungen für Bauprojekte
13.08.2025:
Zeitweiliger Ausschusses zur Entwicklung des Areals Großer Teich und zur Vorbereitung der Landesgartenschau 2030
-> Ein Ideen-Wettbewerb aus 13 Planungsbüros aus ganz Deutschland wurde heute durch eine Jury ausgewertet.
-> Der Gewinner ist ein Büro aus Köln.
02.09.2025:
Das Orlatal mit den Städten Neustadt an der Orla, Pößneck und Triptis kann die Landesgartenschau 2028 nicht rechtzeitig (planerisch, organisatorisch, finanziell) durchführen, deshalb wird diese um zwei Jahre, auf das Jahr 2030, verschoben.
Die Stadt Altenburg ist aber im Zeitplan, auch finanziell ist alles im Rahmen.
Weil zwei Gartenschauen nicht wirtschaftlich sinnvoll sind, rückt die Altenburger Landesgartenschau auch zwei Jahre weiter, auf das Jahr 2032.
So hat man bei einigen Projekten mehr Puffer.
Als Gegenangebot für die Verschiebung verspricht das Land Thüringen eine finanzielle Zuwendung von 8 Millionen Euro für die Entwicklung der Landesgartenschau.
Diese sollen in die weitere Sanierung der Fassade des Residenzschlosses fließen.
08.05.2026:
Präsentation Gewinnerentwurf des Vergabewettbewerbs zur Landesgartenschau 2032
Stadtplan mit den vier Bereichen
Blaugrüne Talreise - Altenburgs Vielfalt entlang der Blauen Flut
Erlebnisraum 1: Schloss und Schlosspark
Erlebnisraum 2: Altstadt als Gartenschau
Erlebnisraum 3: Wassergärten der Vorstadt
Erlebnisraum 4: Lebendiges Ufer


Erlebnisraum 1: Schloss und Schlosspark - 1ha:
> Parkanlage, deren besonderer Qualität aus Verbindung von Schlossberg und Innenstadt erwächst.
Das Schlossensemble einschließlich Schlosspark stellt ein Alleinstellungsmerkmal Altenburgs dar
Kurzübersicht Maßnahmen:
Schlosspark: denkmalgerechte Revitaliserung
Schaupflanzungen nähe Lindenau-Museum
Teehauswiese: Festwiese und Schaupflanzungen
Marstall: Blumenhalle
Keplerplatz: Schmuckplatz mit Pflanzungen
Theaterplatz: Schmuckplatz mit Pflanzungen
Schlossauffahrt: Aufwertung der Pflanzflächen





Erlebnisraum 2: Altstadt als Gartenschau - 25ha:
> die 1050jährige Stadt verfügt über eine historische Innenstadt mit fünf Märkten
Rundgang mit Stadtattraktionen wie Marktplatz, Bartolomäikirche, Pocket-Gärten in Freiflächen
Veranstaltungen
Kurzübersicht der Maßnahmen:
Brühl, Skatbrunnen: klimaresiliente Aufwertung
Mauergärten: Inszenierung Stadtmauer zwischen Johannisstrasse und Landratsamt
Brüderkirche: Aufwertung Spielplatz
Quartier 15: Outdoor Erlebnisspielplatz neben Josephinum
Parkplatz Langengasse: Entwicklung Pocket-Garten
Nikolaikirchhof: klimaresiliente Aufwertung
Roßplan: klimaresiliente Aufwertung





Erlebnisraum 3: Wassergärten der Vorstadt - 2,7ha:
> Teil der historischen Wasserhaltung (Kunstturm, Fischhälter, Kleiner Teich)
Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift ist der als stadtbildprägender, identitätsstiftender Ort von besonderer kulturhistorischer Bedeutung
Renaturierung und denmalpflegerische Reaktivierung
Retentionsräume und hochwasserangepasste Gewässersanierung
Kurzübersicht Maßnahmen:
Blaue Flut: Freilegung und Ausweitung des Bachlaufs sowie Zugänglichmachung durch Stegkonstruktionen
Artur-Grosse-Weg: Verbreiterung und zwei Balkone
Parkplatz Torgasse: Rückbau, Stellflächen, Bau grüner, athmosphärischer Schmuckplatz mit zentralen Wassertisch und Sitzgelegenheiten
Strasse: Aufpflasterung
Fischhälter: Umwidmung der Fischbecken als kühlende Senkgärten mit intensiver Vegetation und Erschließung durch Stegkonstruktionen
Westlich entsteht ein Nebelgarten mit intensiver begrünter Fläche mit Nebelskulptur
Kleiner Teich: Sanierung Pflasterpromenade, Instandsetzung Aussichtsterrasse, Baumpflanzungen
Ostufer: Aufwertung durch Schilfpflanzungen, Ausbau Weg aus wassergebundener Wegdecke
Schrankenanlage (Parkplatz): Ufergärten als leicht terrassierte Grünfläche mit intensiver Bepflanzung aus Kräutern und trockenresistenten Arten
Parkpltz wird als zweistöckige Parkpalette am Rand aus Holz mit Fassadenbegrünung errichtet
Teichkreuzung: Neue verbundene Platzsituation mit Wasserspiel, Fußgängerüberweg wird verlegt um ein barrierearmen und direkten Übergang zu ermöglichen









Erlebnisraum 4: Lebendiges Ufer - 21ha:
> historisch & stadtstrukturell bedeutende Parkanlage mit sich anschließenden großflächigen Freiraum im Süden der Stadt
südliches Ende und östlicher Bereich des Teiches - eintrittspflichtig (6,5ha)
Hauptveranstaltungsort
Schau-& Themengärten, Inselzoo, Blumenschau im Hallenbad, Gastronomie
Kurzübersicht der Maßnahmen:
Promenade:
- großzügige, homogene Flaniermeile (Rückbau Höhenunterschiede)
- Belag als wassergebundene Wegdecke
- neu geschaffene Seestufen im Norden und punktuelle Uferstufen für besondere Zugänge zum Wasser
- Neupflanzungen (Sommer-& Winterlinden, weißblühende Rosskastanien)
Volkspark:
- denkmalgerechte Revitalierung
- Spielplatz: Bau Wasserspielkastkaden
- Gehölzpflanzungen
- Blumenhalle mit Pflanzausstellung
- verschiedene Themengärten
Spielplatz am Hallenbad: Revitaliserung Bestand
Sport-& Freizeitareal (Kleiner Festplatz):
- punktuelle Anpassung
- Skateplatz wird zur grozügigen Liegewiese mit Sitztribüne für Veranstaltungen
Großer Festplatz:
- neuer größerer Skatepark
- Errichtung Pumptrack (Mountainbike)
- Gehölzpflanzungen
Streuobstwiese:
- Erhalt des Baumbestands
- barrierefreier Naturerlebnis-Holzsteg für Erschließung
- Parkplatz wird zum Naschgarten (Obstgehälzpflanzungen)
- Bau Holzpyramide
Rund um die Rote Zora:
- Picknickwiese mit Möblierung
- Liegewiese
- Spielplatz
- Gehölzpflanzungen
Hellwiese:
- Naturschutzgebiet
- punktuelle Blickbeziehungen durch Stegkonstruktionen
- Sanierung Einlaufbauwerk und Vergrößerung des Panoramabalkons zum Großen Teich
- "Rauschende Flut" am Übergang zwischen Hellwiese und Großer Teich






Übersicht Kernzone (eintrittspflichtig)





Beispielbilder von der Landesgartenschau Bad Dürrenberg 2024
















































*Alle Angaben ohne Gewähr.